OSMTH – INTERNATONALE TEMPLER – ORGANISATION
DEKLARATION VON BRÜSSEL vom 13. Oktober 2007
OSMTH –
INTERNATIONALE TEMPLER – ORGANISATION : „Fürsorgliche Humanität auf der
Pilgereise durch das Leben“
UNSERE VISION
Heute sucht der OSMTH –
Internationale Templer-Organisation nach einer Welt, in der
*
ein konstruktiver Dialog geführt wird zwischen den großen Religionen und
den ihnen zu-
Gehörigen Individuen und Nationen in einer Atmoshäre aus gegenseitigem
Respekt, Ver-
Ständnis und Friedfertigkeit
* die heiligen Stätten der Cristenheit und der
anderen Glaubensströmungen respektiert,
geschützt und anerkannt werden, so dass Pilger in Sicherheit zu ihnen
reisen können;
* die Würde, die Großzügigkeit und die
Integrität aller Menschen anerkannt und geachtet
werden, die sich für aktive humanitäre Hilfe engagieren, so dass
Hilfskräfte ihre lebens-
notwendigen Verrichtungen nach ethischen Prinzipien ohne Furcht vor
Diskriminierung
durchführen können;
* die Prinzipien von aktiver Caritas,
Höflichkeit, Würde und Ehre, die den höchsten Idealen
Des ritterlichen Ethos und den persönlichen Regeln des Individuums
innewohnen, sich
Mehr und mehr in der Gesellschaft ausbreiten;
*
die Mitwirkung der Tempelritter, damals wie heute, in Hinblick auf die
Agrikultur, Archi-
Tektur, das Transportwesen, das Handwerk, die Medizin, das Ffinanzwesen,
die religiösen
Fragen, die Diplomatie und die Philathropie sowohl ausführlich erforscht
als auch weithin
Verstanden und in der Öffentlichkeit anerkannt werden.
UNSERE PFLICHT
Der OSMTH – Internationale
Templer-Organisation ist bestrebt, jene moderne Organisation zu sein, die die
ursprünglichen Tempelritter geworden wären, wenn ihre historische Entwicklung nicht unterbrochen worden wäre.
Gleich anderen Orden militärischen
und mönchischen Ursprungs, deren Traditionen dem mittelalterlichen Jerusalem
entstammen, haben unsere Mitglieder die Führung des Schwerts in einen rein
zeremonialen Gebrauch verwandelt und als zivile Gesellschaft ihr Augenmerk auf
karitative, kulturelle, humanitäre und versöhnliche Bemühungen gerichtet. Heute
suchen wir nach Mitgliedern, die so im christlichen Glauben gefestigt sind,
dass sie die Auffassungen von Andersgläubigen und Nichtgläubigen respektieren
und achten.
Die heutigen Templerim OSMTH, suchen
durch gemeinschaftliche Aktionenund durch ihr persönliches Beispiel die
höchsten Ideale aus dem Ethos der Ritterschaft und die Regeln des christlichen
Lebens in praktisches Brauchtum zu übertragen, stets inspiriert durch den
spiri-tuellen Vater des mittelalterichen Ordens, nämlich den hl. Bernhard von
Clairvaux.
Unser moderner Orden folgt auch den
Prinzipien, die von der Generalversammlung des Ordens vom Tempel 1841 in Paris
angenommen worden sind, nämlich:
* die Mitgliedschaft bei uns für Christen aller
Konfessionen und aller sozialer Schichten
offen;
*
wir arbeiten als eine registrierte, demokratische und unpolitische
Organisation;
*
unsere Mitglieder haben die Pflicht, die Grundlagen von Frieden und
Menschenwürde zu fördern;
*
unsere Leistung von humanitärer Hilfe dient dem Wohlergehen der
verschiedensten
Bereiche der gesammten Menschheit.
Unsere Aktionen
In Erweiterung der lokalen und
nationalen Aktivitäten aller ihrer Großpriorate führt der OSMTH –
Internationale Templer-Oorganisation eine Fülle von kolektiven Programmen in der ganzen Welt durch.
Nach Auswahl und in Durchführung
dieser internationalen Programme versucht unser moderner Orden:
*
den Dialog zwischen den abrahamitischen Glaubensrichtungen und den
anderen großen
Weltreligionen zu fördern, damit besseres Verständnis und mehr Toleranz
zustande
kommen;
*
den christlichen Gemeinschaften in der ganzen Welt und insbesondere im
Heiligen Land beizustehen, wenn ihre Menschenrechte in Gefahr sind;
*
Brücken des wechselseitigen Verstehens und der Hilfe zwischen den Ost-
und Westkirchen des christlichen Glaubens zu errichten;
*
als eine von den UN anerkannte Nicht-Regierungs-Organisation (NGO) die
Vereinten
Nationen und andere internationale Zivil-
gesellschaften zu unterstützen,
und zwar durch
Aktive Teilnahme an Programmen der Katastrophenhilfe, der humanitären
Unterstützung, der Friedenssicherung und einer stabilen Weiterentwicklung, die die
Gesamtheit der menschlichen Vielfalt garantiert.
Offizielle Preseerklärung der
Internationalen Organisation
der modernen
Tempelritter (OSMTH) zu ihrer
Vision und Mission im 21. Jahrhundert
„Fürsorgliche Humanität
auf der Pilgerreise
durch das Leben“
Die einzige von den vereinten
Nationen anerkannte Assoziation der modernen Templer, der OSMTH –
Internationalen Templer-Organisation, traf sich in Brüssel (Belgien) und fand
sich am 13.Oktober 2007 zu einem gemeinsamen Gedenken anlässlich des 700.
Jahrestags der Gefangennahme der mittelalterlichen Templer zusammen.
Während des Treffens beschlossen die
dreizehn Großpriorate des OSMTH, die mehr als zwanzig Nationen vertreten,
einmütig die „Deklaration von Brüssel“, welche die Vision, die Verpflichtung
und die humanitäre Aktion der heutigen Templer manifestiert. Nach der
Resti-tuierung von 1804 hat der moderne Templerorden keine Deklaration dieser
Art seit Paris 1841 erbracht.
Brigadegeneral Patrick
Rea, Leiter der
Versammlung erklärte: „In Zeiten eines wachsenden öffentlichen Interresses an
den Templern und mit den zunehmenden Herausforderungen an Zeit, Talent und
Großzügigkeit unserer Mitglieder durch die vereinten Nationen und durch andere
internationale zivile Organisationen, mit denen wir kooperieren, fühlt der
internatio-nale Rat des OSMTH – Internationale Templer-Organisation, dass es
Zeit war, eine verständ-liche Erklärung zu geben darüber, wer wir sind und was
wir tun.“
Der OSMTH – Internationale
Templer-Organisation hat über 5000 Mitglieder in der ganzen Welt. Im Jahre
2006/07 schickte der Templerorden über 100 Delegierte zu den Versamm-lungen der
Vereinten Nationen und zu Konferenzen in New York, Genf, Wien und zu den Konferenzzentren
der UNO im mittleren Osten, Afrika und Südamerika. Durch weitere
Mit-gliedschaften bis hin zum Internationalen Friedensbüro gaben die Templer
ihrer Unterstützung für Frieden, internationaler Anerkennung und ökonomenischen
Fortschritt für alle Völker der Erde. Während der letzten zehn Jahre haben
diese modernen Templer über
5 Mio Dollar bzw. 3,4 Mio EUR für
karitative Zwecke aufgebracht, angefangen von einer Unfallklinik in Thailand
nach dem Tsunami bis hin zu einer ständigen medizinischen Lehr-Ein-richtung in
Kamerun.
Patrik Rea – Chicago 22.10.2007 –
Übersetzung: Dr. Michael Harscheidt
Moderne Templer
Moderne Templer und die zentrale
Rolle der Christenheit
Ein Bericht von Chef. Patrick E. Rea,
GCTJ
Redaktion und Übersetzung: Chev.sse
Silvia Gross, DCTj
Der moderne Orden der Tempelritter
widmet sich der urspünglichen Aufgabe des Ordens von 1120, die daraus bestand
„die Pilger während ihrer Reise durch Palästina zu den heiligen Stätten in
Jerusalem und andernorts vor Angriffen zu schützen“. Die Mitglieder der
nationa-len Großpriorate haben dieses Konzept bereitwillig als
Existenzgrundlage und als die einzig wichtige Verbindung zum ursprünglichen
Orden anerkannt. Die Mitglieder des alten Ordens haben ihre Gelübde vor dem
Patriarchen von Jerusalem abgelegt. In der heutigen Zeit stellen wir fest, dass
die Aufgabe des Ordens sich dahingehend verändert hat, dass es unser erstes
Ziel ist, den
„Christians at risk“, den Christen in
Not beizustehen, mit besonderem Augenmerk auf Jerusa-lem. Ausgehend von dieser
Aufgabenstellung haben sich weitgehende Ziele entwickelt, die die karitativen
Interessen unserer Mitglieder berücksichtigen. Diese beinhalten das Engage-ment
innerhalb der vielen Nationen, die Templerorganisationen beheimaten. Dort stehen
wir den Hilflosen und Bedürftigen bei, ungeachtet ihres Glaubens, eben weil wir
Christen sind.
Die Templerinnen und Templer des 21.
Jahrhunderts sind sich bewusst, dass das Schwert nicht die erste und beste
Methode ist, um den Christen in Not beizustehen. Vielmehr glau-ben wir als
Christen, dass durch die Stärkung von Verständnis und Toleranz eine bessere
Ge-sellschaft und eine bessere Welt für alle errichtet werden kann. Eine Reihe
durchdachter Massnahmen sind das natürliche Ergebnis dieser Sichtweise, dass
moderne Templerinnen und Templer Brückenbauer zwischen der christlichen
Gemeinschaft und anderen Gläubigen sein können. Aus diesem Grund sind die
heutigen Templer ökumenischer Orden. Dies erklärt auch, warum der Orden sich um
Verständnis und Freundschaft unter den Söhnen Abrahams bemüht.
Einige Aktivitäten der modernen
Templer sollen im folgenden kurz dargelegt werden. Diese Aktivitäten stehen in
der Tradition der historischen Aufgabe und sind im OSMTH organisiert.
Kosovo
Der Orden ist sich sehr stark
bewusst, dass seine christlichen Wurzeln auch seine christliche Zukunft sind.
Wir wissen, dass wir nach unseren Taten beurteilt werden. In diesem Bewusstsein
arbeitete der OSMTH mit dem Metropoliten Christopher, Oberhaupt der Ser-
bisch-Orthodoxen Kirche in des USA und Kanada und mit Bischof Juan Cobrda,
Oberhaupt der Slowakischen Diözese der USA und Kanada der Freikirchlichen
Lutherischen Kirche von Amerika, zusammen. Auf diese Weise wurden hunderte von
Menschenleben von Christen und Andersgläubigen im Sommer und Herbst des Jahres
1999 im Kosovo gerettet. In diesem Stadium des Krieges waren Christen zu
leichten Zielen geworden, wenn sie ihre Kirchen ver-liessen oder an
Beerdigungen teilnahmen. Ein Kommunikationssystem war nötig, um den
Nato-Truppen die Möglichkeit zu geben, auf solche Angriffe zu reagieren. Durch
den ausser-gewöhnlichen und mutigen Einsatz von Major Chev. Skott Venable,
einem Mitglied des Stabes von General Sir Michael Jackson, dem
Nato-Oberbefehlshaber, und der direkten Intervention sowohl seitens des
Metropoliten als auch des Bischofs und des Clerus, konnte im Kosovo ein
Netzwerk von Satelitentelefonen an militärischen Stützpunkten und kirch-lichen
Orten errichtet werden
Russland
In ähnlicher Weise waren die Templer
da, als 1990 die russische Bevölkerung ihren christ-lichen Glauben durch die
Wiedererrichtung der Erlöserkathedralein Moskau bekundete, die durch Josef
Stalin zerstört worden war. Der Orden arbeitete mit Erzbischof Job, Diözese des
Mittleren Westen der Orthodoxen Kirche von Amerika zusammen, um in der St.
James Episcopal Kathedrale in Chicago ein Konzert zu organisieren, und spendete
20.000 US Dollar
für den Wiederaufbau. Erzbischof Job
trug dafür Sorge, dass die Spenden direkt an den Patriarchen von Russland und
das Wiederaufbaukomitee weitergeleitet wurden. Der Erz-bischof geb dem Projekt
seinen Segen und stellte Mitarbeiter seiner Kanzlei zur Verfügung.
In Russland erwachte der christliche
Glaube 1990 zu neuem Leben und der OSMTH war stolz darauf, e4inige der jungen
führenden Köpfe der christlichen Bewegung zu unterstützen. Ende der Neunziger
Jahre wurde dem Orden ein interessantes Konzept vorgestellt. Im Nor-den
Russlands gibt es eine sehr grosse Diözese unter der Führung des dynamischen
Bischofs Tikhon. Er stellte die Anfrage, ob der Orden ihn beim Aufbau eines
Kirchenzuges (Church Train) unterstützen würde. Dieser Zug sollte tausende von
Meilen durch seine Diözese zurücklegen. Der Zug wurde gebraucht, denn während
der kommunistischen Herrschaft waren über 200 Kirchen und Klöster zerstört
worden. Nur sechs Kirchen waren übrig, die Millionen von Menschen zur Verfügung
standen, auf einem Gebiet so gross wie Frankreich. Der Zug wurde gebaut, und
einige Delegationen der Templer besuchten Russland im Jahr 2003, um die Waggons
und die fahrende Kirche (Rolling Church) zu besichtigen.
Heute werden Tausende von Bischof
Tikhon und seinen Pristern betreut und der OSMTH freut sich sehr über die
Realisierung dieses Projekts.
Irak
Eine andere wichtige Aktivität ergab
sich in den späten Neunziger Jahren, als Rea Admiral Chev. James Carey den Irak
auf Iniative der Römisch-Katholischen Kirche besuchte. Der Zweck der Reise war,
die schwierige Lage der Christen imIrak herauszustellen und das Elend der
Kinder hervorzuheben, das durch das Embargo verursacht wurde. ADM Carey wurde
von leitenden Bischöfen der Römisch-Katholischen Kirche begleitet und traf mit
dem Chaldä-ischen Patriarchen des Irak zusammen. Einige Jahre später, als Major
General Chev. Robert Disney 2004 im Zuge der Invasion im Irak war, traf er sich
mit dem Chaldäischen Patriarchen in Bagdad. Er sorgte mit finanziellen Mitteln
des Ordens dafür, dass die Stromversorgung und Telefonverbindung für die
Verwaltung des Patriarchats wieder in Stand gesetzt wurde.
Sierra Leone
Ungefähr zur selben Zeit verschickte
der Orden eine grosse Menge von Medikamenten an den Römisch-Katholischen
Erzbischof von Sierra Leone, die dieser inmitten des Bürgerkriegs persönlich
für die Kranken in Empfang nahm.
Jerusalem: Ökumenisches Engagement für den Frieden
Zu Beginn des Jahres 2002 kamen
Ordensangehörige überein, dass es für den OSMTH an der Zeit wäre, die heiligen
Stätten des Christentums in Jerusalem kontinuierlich zu unterstützen. Wir
kontaktierten die drei führenden Protektoren der historischen christlichen
Stätten: die Armenisch-Orthodoxe, die Grieschisch-Ortodoxe und die
Römisch-Katholische Kirche. Im Falle der ersten beiden Kirchen wird die
Protektion durch die Patriarchen wahrgenommen. Für die Römisch-Katholische
Kirche hat diese Aufgabe in langer verantwortungsvoller Konti-nuität der Orden
der Franziskaner durchgeführt, unterstützt vom Römisch-Katholischen. Viele
Großpriorate es OSMTH haben über Jahre hinweg Geld für die Kirchen in Jerusalem
gespendet. Im Jahr 2002 jedoch wurde klar, dass ein jährlicher sinnvoller
Beitrag vonöten war. Brigadier General Chev. Patrik Rea leitete dieses
grossangelegte Projekt.
In der Planungsphase des Projekts
rief Patriarch Manoogian von der Amerikanischen Kirche bei General Rea an und
lud die Templer zu einem Besuch nach Jerusalem ein. Seine Botschaft war: „Ihre
finanzielle Unterstützung wird geschätzt, aber ihre Anwesenheit im Heiligen
Land wird den Christen, die dort leben, mehr bedeuten als Geld – sie fühlen
sich sehr allein“. So kehrte zum ersten Mal seit 1291 eine offizielle
Templerdelegation aufgrund der Einladung eines Kirchenführers in das Heilige
Land zurück. Die Planungen gingen sehr schnell voran. Bald sprach der
Lutherische Bischof des Heiligen Landes und von Jordanien, Munib Younan, eine
Einladung aus. Vor der Heimreise fanden Treffen statt mit Pater Peter Vasko,
dem Franziskanischen Presidenten der Holy Land Foundation, dem Grischischen
Patriarchen Irineios, dem Armenischen Patriarchen Manoogian, dem Lateinischen
Patriarchen Michael Sabbah, Bischof Munib Younan von der Lutherischen Kirche
und Riah H. Abu El-Assal, dem Anglikanischen Bischof von Jerusalem und dem
Mittleren Osten. Der grosse Erfolg dieser Reise ist nun schon Geschichte,
ebenso wie die Treffen und Freund-schaften mit führenden israelischen Militärs
und religiösen Verantwortungsträgern, so mit Brigadier General Israel Baharav
und Rabbi David Rosen.
Die freundliche Einladung seitens der
PLO, ihren führenden Ministern einen Besuch abzu-statten, endete in einem
ausgedehnten Arbeitsdinner mit Dr. Emil Jarjoui, einem Führer der
Palästinenser, und anderen Mitgliedern der PLO.
Der heutige Templerorden nimmt eine
respektierte Position in der christlichen Welt ein. Die weitere finanzielle
Unterstützung für alle Kirchen, die der OSMTH besuchte, wird auf einer
jährlichen Basis in Höhe von 50.000 US-Dollar gewährleistet. Unsere
Unterstützung der Deklaration von Alexandria hält an. Ausserdem ist der OSMTH
sehr erfreut darüber, dass Bischof Munib Younan das Amt des internationalen
Ordenskaplans (International Chaplein General) ausübt und Metropolit Manoogian,
Bischof Riah, Bischof Younan und Pater Vasko Träger des US-Verdienstordens
sind. Die Arbeit im Sinne der Deklaration von Alexandria mündete in einer
ausgedehnten Zusammenarbeit mit einem sehr bemerkenswerten Mann: Canon Andrew
White, Representant des Erzbischofs von Canterbury im Mittleren Osten.
Der OSMTH als multikulturelle und ökumenische NGO
Die christlich-ökumenische
Strukturdes Ordens und die multikulturelle Identität unserer Mit-glieder
erfordert Konferenzen zu religiösen Themen ebenso wie zu unserer Rolle als
Nicht Regierungsorganisation der Vereinten Nationen.
Solch eine Konferenz wurde am 11./12.
Februar 2005 in Chicago abgehalten. Vor dem Treffen wurden Stellungnahmen der
Ordensleitung und Ordenskapläne erbeten. Zusätzlich wurde Telefonkontakt zu
einer Gruppe von Geistlichen hergestellt, die ein Positionspapier über die
Rolle der Geistlichen im OSMTH erstellen. Die Grösse der Gruppe war begrenzt,
um eine reibungslose Kommunikation zu gewährleisten. Arbeitspapiere waren
vorbereitet. Eine grosse Anzahl Kleriker, die dem Orden angehören,
warenzugegen, darunter Theodosius, Oberhaupt der Orthodoxen Kirche von Amerika
und Kanada / Erzbischof em. Von Washing-ton DC; Metropolit Christopher,
Oberhaupt der Serbisch Orthodoxen Kirche von Amerika und Kanada; Erzbischof
Groce, Oberhaupt der Anglikanischen Provinz der Vereinigten Staaten, Grand
Chaplain des US-Grosspriorats und Deputy Grand Chaplain General des OSMTH;
Erzbischof Larry SHaver von der Mitwest Diocese der Anglikanischen Provinz der
Vereinigten Staaten; Prinz Arnold zu Windisch Grätz, Pastor der Missouri Synod
Lutheran Church; Archmandrit Zacchaeus, Dekan der St. Katharinen Kirche in
Moskau; Wrigtht Eavenson, Pastor der Southern Baptist Church of Amerika; Jack
Tilford, Pfarrer der Römisch-Katholischen Erzdiözese von Chicago. Bischo Juan
Cobrda (Evangelical Lutheran Church) konnte nicht teilnehmen, überbrachte aber
ein Statement. Neben anderen Mitglieder des Ordens war auch Dr. Chev. Frederick
Fedorchak zugegen, der Representant des OSMTH bei den Vereinten Nationen in
Wien.
Der Schlussbericht der konferenz ist
noch nicht fertiggestellt. Einigkeit herrschte darüber, dass wir unseren
christlichen Auftrag weiterverfolgen. Um den Friedensprozess im Heiligen Land
zu unterstützen, soll ein Komitee mit Geistlichen des Ordens ins Leben gerufen
werden, um mit jüdischen und muslimischen Reliionsführern an diesem Ziel zu
arbeiten.
Diese Zusammenschau ersetzt nicht die
Diskussion über das karitative Engagementdes OSMTH. Vielmehr ist es ein
Rückblick auf die Arbeit des Ordens als einer christlichen Organi-sation, die
ihre Wurzeln im Rittertum hat.
Der Autor Chev. Patrick E. Rea ist der
International Grand Comander der OSMTH
OSMTH
Deutschland - Großpriorat
ORDO
SUPREMUS MILITARIS TEMPLI HIEROSOLYMITANI
Großpriorale Projekte – Anbu Illam
Etwa 85 % des indischen Volkes lebt
in Armut. Von 1000 lebendig geborenen Kinder sterben 181 vor dem ersten
Lebensjahr in Familien, die weniger als umgerechnet 40 Cent pro Monat
verdienen, 82 in Familien bis 1 Euro, 46 bis 2 Euro, und (nur) 18 bis 4 Euro.
Indien in dem 15% der Weltbevölkerung lebt, hat 33% des Kontingents an
Kinderarbeiter. Heute sind es 16,5 bis 20 Milionen Kinder im Alter wischen 5
und 14 Jahren, die durch Armut 12 bis 15 Std-täglicher Arbeit verurteilt
werden.
Noch schlimmer ist die Situation für
gehörgeschädigte Kinder in Indien: Viele Leute glauben das böse Geister an
einigen Familien Rache nehmen und so die Taubheit verursachen. Eltern werden
aus der Gesellschaft ausgegrenzt weil sie ein behindertes Kind haben.
Da die Meinung „Keine Behandlung und
keine Heilung für Behinderte“ sehr tief verwurzelt ist, werden diese Kinder zu
Hause gelassen. Die Auslegung dass die Gehörlosigkeit ihre Ursache in
vorzeitlichen Sünden der Vorfahren hat, verhindert es, dass die
gehörgeschädig-ten Menschen sich in der Gesellschaft engagieren (können). Die
Eltern wissen dass ihr gehör-loses Kind somit nicht für sie sorgen kann, weder
jetzt zur Unterstützung noch wenn sie alt sind. Sie sind von Liebe,
Freundschaft, Fürsorge, Schulbildung, Ernährung usw. ausgeschlos-sen. Dies
führt manchmal zur Geisteskrankheit und auch zum Tod. Oft wird dieser von den
Eltern, aber auch von den betroffenen Kindern erwartet.Durch die Frustration
wünschen sie dass dieses Leben so früh wie möglich beendet wird.
Die Situation und die Propleme der
gehörlosen Kinder der gehörlosen Kinder in Indien, die hier nur kurz
dargestellt wurden, waren für den katholischen indischen Priester, Rev. Fr. Dr.
Russel Raj, ein Affiliierter der Komturei Landshut, der Grund dafür, ANBU ILLAM
(übers. Heim der liebe) am 5. Juni 1995 im kleinen Ort Paramarthalingapuram im
Bezirk Nagercoil, Kanyakumari, Süd-Indien zu gründen und ist für die Komrurei
Landshut und das Großpriorat Deutschland ein guter Grund, ihn in seinem
Vorhaben zu unterstützen.
Es fing an mit drei Weisenkindern.
Das Haus war für die Erziehung von gehörlosen, armen Kindern bestimmt, um ihnen
eine gute Zukunft für ihr Leben zu geben. Ein Heim für solche, die sich nach
Leben und Liebe sehnen, als Ausdruck unserer menschlichen wie auch
christ-lichen Existens in dieser Welt. Die Kinder werden per Auto in eine
Schule gebracht, die vom Heim einwenig entfernt liegt und lernen dort in
verschiedenen Klassen. In dieser Schule er-teilt ihnen ein speziell dafür
ausgebildeter Lehrer. Er wird vom Heim bezahlt.
Anbu Illam übernimmt Unterbringung,
Ernährung, Kleidung, Ausbildung, medizinische Ver- sorgung und Verantwortung
für die sozialen Bedürfnisse. Aber nicht nur die täglichen Unter-haltungskosten
müssen bestritten werden. Die bauliche Substanz musste erhalten und erweitert
werden. Die Sanitären Anlagen mit nur einer Toilette genügten den Anforderungen
nicht.
2005 konnten der Speisesaal im
Erdgeschoss, der erste Stock mit Waschräumen sowie der zweite Stock, als
Erweiterung für die Aufnahme von Mädchen, fertig gestellt Werden. Ein eigenes
Auto war vonnöten, damit die Fahrt zur Schule nicht mehr bezahlt werden musste.
Die Kinder benötigen Möbel, Schränke, Stühle und vor allem Betten. Ein Brunnen
war erforderlich um die Wasserversorgung sicherzustellen.